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Die Geschichte des Schachs ist lang und faszinierend, denn kaum ein Spiel ist so alt, so kulturell verworren und von so vielen Völkern beeinflusst wie dieser Klassiker unter den Tischspielen. So ist es beim Schach kaum möglich genau zu sagen, wann dieser erfunden wurde, denn dieses Spiel ist das Resultat aus einer jahrhundertelangen Entwicklung, die sich über den gesamten Globus zieht.

Es ist schwer zu sagen, wo die Geschichte des Schachs begann, doch die meisten Historiker gehen davon aus, dass eine frühe Version des Spiels zuerst in Indien populär geworden ist. Laut Theorien hat sich das Spiel dann über die arabischen Länder weiter bis hin nach Europa und den Rest der Welt bewegt und unterwegs zahlreiche Änderungen erlebt, die das Spiel verändert und beeinflusst haben.

200 – 1700: Der Ursprung des modernen Spiels

Wie bereits erwähnt, erstreckt sich die Geschichte des Schachs über viele Jahrhunderte und es ist nicht immer klar, wo und wann welche Änderungen aufgetreten sind. Es wird aber davon ausgegangen, dass der Ursprung des heutigen Spiels in den Jahrhunderten zwischen 200 bis 1700 liegt. In dieser Zeit wurde das Spiel immer wieder modifiziert, sodass Spielfiguren ausgetauscht und Spielzüge verändert wurden.

Es wird aber davon ausgegangen, dass etwa im 15. Jahrhundert einige Änderungen der Spielregeln vorgenommen wurden, welche zu dem Spiel geführt haben, welches wir heute kennen. So wurden hier beispielsweise die Bewegungsmöglichkeiten der Königin geändert, welche diese zu einer wesentlich stärkeren Spielfigur gemacht haben. Zusätzlich dazu liegt in diesen Jahren auch der Ursprung einiger Spielfiguren, wie zum Beispiel dem Turm.

1700- 1873: Die Romantische Ära des Schachs

Nachdem das Schachspiel immer beliebter wurde, gab es auch immer mehr Wettbewerbe. In dieser Zeit kam ein neues Problem auf: die Spielzeit. Immer wieder kam es vor, dass Spieler bis zu mehrere Stunden für einen Spielzug in Anspruch genommen haben. Aus diesem Grund wurden besonders im 17. und 18. Jahrhundert Regeln zur Spielzeit eingeführt, die das Spiel wesentlich beschleunigten.

Diese Änderungen führten auch dazu, dass Schach in den Jahren von 1873 bis 1945 zum Sport ernannt wurde. In dieser Zeit fanden die ersten großen organisierten Schachturniere statt, welche einen Weltmeister im Schach kürten. Außerdem wurde in diesem Zeitraum auch der Titel des Schach-Großmeisters etabliert, welcher auch heute noch genutzt wird. Seither ist Schach immer populärer geworden und gehört heute zu den bekanntesten Tischspiel-Sportarten.